3 Länder - 1000km - 90 Stunden

 

Am Donnerstag 28.09.2014 um 24.00 Uhr stand die letzte Randonnee 2014 auf dem Plan.1200km von Oderzo bei Treviso, über die unendlichen Ebenen der Poebene Richtung Reggio Emilia über Mantova und Garda nach Trient. Von Trient ging es über Caldonazzo Richtung Feltre nach Cortina. Bei Cortina Richtung Toblach und Villach. Von hier aus führte der Weg nach Slovenien und übers Gebirge retour nach Venedig und Bibione an der Adria, um anschließend wieder nach Oderzo bei Treviso zurückzukehren. 

In einem 2 Mann Team mit mir und diesmal mit meinem Vater sind wir die enorme Strecke von +1200km in 85Stunden abgefahren. Leider hatten wir zwei Defekte sowie einen Platten und wurden von 2 gefährlichen Gewittern im Gebirge aufgehalten. Es lief aber alles gut und wir kamen wohlbehalten, gesund und "munter" wieder ins Ziel.

Am Start ging es gleich wie üblich hektisch zu. Mit 35-40 km/h schossen alle Radfahrer die leeren Straßen entlang. Der Spaß mich die ersten 2-300km von den zeitorientierten Radfahrern im Windschatten ziehen zu lassen, wurde bald durch einen Platten meinerseits beendet. Das Problem war bald behoben, und so fuhren wir nach 20km bereits einem einsamen Abenteuer entgegen. Alles verlief relativ leicht und eigentlich nach Plan bis auf 2 schreckliche Gewitter, die ein Schlafen im Freien oder ein Weiterfahren zu gefährlich machten. Dank Googlemaps und Smarthphone konnten wir so in den späten Abendstunden nach 24 Uhr innerhalb fast weniger Sekunden ein freies Hotel finden um dort für wenige Stunden zu schlafen. Wenn wir also nicht schliefen oder aßen, sind wir auf dem Rad gesessen. 

Was die Landschaft und vor allem die Luft zum atmen betrifft, muss ich sagen, dass ich mich als Südtiroler in dieser Hinsicht wirklich wie im Paradies fühle. Ich fand die Randonnee schön.................. eben anders. Aber ich bin ein Bergmensch. Je höher und steiler es wird, umso wohler fühle ich mich. Lange Ebenen, stickige Meeresluft, heiße Temperaturen, breite Schnellstraßen lange Geraden und Gegenwind entlang der unentlichen Maisfelder der Poebene sind wirklich nicht mein Fall. Aber ich spreche nur für mich.  

Mein Material hat alles super überstanden. Wiedermal hat mich der Kleidungs Hersteller Gore voll überzeugt. Etliche Stunden im Regen und ich war trocken von Kopf bis Fuß und hatte warm. Sogar die Schuhe waren komplett trocken. Die Taschen hielten den Regen ab, Dynamo und Licht funktionierten einwandfrei. Gps machte manchmal Probleme. Das lag aber an meiner Inkompetenz :-).Mein Fazit: Schöne einfache und unkomplizierte Randonnee, wenn man vorbereitet hinkommt. Relativ gut organisiert. Empfehlenswert vor allem für Kälteempfindliche Seelen. 

Mit der Beendigung einer offiziellen 1000km Randonnee 2014 haben wir uns das Recht zur Voreinschreibung für Paris - Brest - Paris 2015 gesichert. Einer Teilnahme im August 2015sollte nichts mehr im Wege stehen, sofern ich arbeitsmäßig frei bekomme.  Doch alles zu seiner Zeit........ 

 

 

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