Die glorreichen Vier

 
 
 
 
4 teilige ACP/BRM Brevetserie organisiert vom Radsportverein Sportverona unter der Leitung von Giorgio M. und Simonetta B.
 
Diese Serie eignet sich auch hervorragend als Qualifizierung für das berühmte Langstreckenbrevet Paris-Brest-Paris, da der Schwierigkeitsgrad auf ein für Breitensportler aller Gewichtsklassen machbares Level ausgelegt ist. Sprich: Die Angelegenheit bleibt weiterhin ein tolles Abenteuer für trainierte Radsportler, aber die zu bewältigen Höhenmeter wie man sie, von den extremen Randonnees in Norditalien kennt, bewegen sich hier in einem Rahmen, der nicht ausartet. 
 
 

Die glorreichen Vier (Sportverona)

Valsugana 400km 13-14/04/2019

Samstag 13. Mai 2019

DerSportverein Sportverona organisiert seinen 3. Akt

Ein 400km Brevet mit 3400 Höhenmetern 

 

Die Strecke:

Montorio - Colli Berici - Vicenza - Valsugana - Trento - Terlago - Arco - Nago - Sega Cavaion - Bardolino -  Sona - Sommacampagna - Verona - Montorio

 

Persönliche Bewertung:

Paesaggio Panorami: 7/10 
Difficolta percorso:  4/10
Difficolta climatiche: 5,5/10
Organizzazione: 10/10
Consigliabile: 7/10
Costi d`iscrizione:10/10
 
Valutazione cumulativa: 7,5/ 10
 
 
Schöner Rundkurs mit tollem Panorama. Viel Ebene mit wenigen Anstiegen. Ideal für trainierte Radsportler, welche sich auf längere Radreisen oder Brevets einstimmen wollen. Die Strecke führt zu 90% über gut preparierte asphaltierte Radwege oder verlassene Landstraßen des Veneto und Trentino.   
 
 
 

Fotoprotokoll:

Üblicher Startort: Villa Guerrina in Montorio Veronese.  Die Strukturen von Villa Guerrina (link) werden von der Banco Popolare di Verona zur Verfügung gestellt. 

 
Organisator Giorgio M. rechts

 

Laut www.audaxitalia.it, der Onlineplattform für Italiens Randonneure sind 240 Radsportbegeisterte gemeldet. Auch der Athletic Club Meran ist mit 5 Randonneurs vertreten.

Start um 17.00 Uhr

Und sofort geht es in die flachen Hügellandschaften um Verona. 

Anfangs wird wie meistens auf Teufel komm raus losgefahren. . 

Die tolle Landschaft um Verona lassen die Zeit vergessen und es geht zügig voran.

Nach zwei Stunden Hügellandschaft geht es durch die Altstadt von Vicenza. Die Piazza dei Signori hinterlässt tolle Eindrücke. 

Erster Kontrollpunkt.

Nachts geht es durch die Valsugana. Es ist kalt und regnet leicht. 

Trento vom Monte Bondone aus. 

Früh morgens passieren wir den Gardasee und erreichen auf dem Radweg Richtung Rovereto den dritten Kontrollpunkt. Die Nacht verlief ohne Probleme. Langsam aber sicher komme ich diese Saison auch auf den langen flachen Distanzen in Form. 

Über den Radweg geht es nach Affi, an den Windmühlen vorbei, welche man von der Autobahn A22 aus in Richtung Süden sehen kann. Ich ärgere mich kurz über einige große Helden, welche galant und großräumig mehrere Kilometer des Brevets abkürzen, in dem sie über die Hauptstraßen nach Affi und später auch nach Verona fahren, anstatt den vorgesehenen und längeren Radweg zu benützen. 

Einmal Affi erreicht, geht es über verwirrende Schleifen entlang dutzender Hügellandschaften nach Verona. Es scheint fast so, als ob die letzten Kilometer unnötig über Schleifen verlängert wurden, um die vierhundert Kilometer voll zu kriegen. Die letzten fünfzig Kilometer erweisen sich dank konstantem Gegenwind als schwierig. Am frühen Nachmittag erreichen wir über Verona`s Altstadt das Ziel in Montorio Veronese. Verona ist eine beeindruckende Stadt, die viel Geschichte und Kulturelles zu bieten hat. Wer etwas genauer hinsieht, der kann auch erkennen, dass Verona für eine dreihunderttausend Einwohnerstadt, auch ziemlich viele heruntergekommene Ecken und viel Armut zu bieten hat. Öffentliche Fortbewegungsmittel, Infrastrukturen und der Hauptbahnhof lassen vor allem Nachts stark zu wünschen übrig und machen auf mich einen heruntergekommenen und verwahrlosten Eindruck. (persönlicher Eindruck Frühjahr 2019). Abgesehen vom guten Essen und beeindruckenden Bauwerken, spricht mich Verona nicht wirklich an. 

Nach etwa 21 Stunden ist das Ziel in Montorio Veronese erreicht. 400km und plus 3000Hm. Nach der Dusche gibt es eine kleine Pastaparty und leckere lokale Spezialitäten. In lustiger und angenehmer Runde klingt die Veranstaltung aus. Es gibt diesmal ein Radshirt als Erinnerung.

Die Veranstaltung hat mir gefallen, ist gut organisiert und für geübte Brevetfahrer problemlos machbar. Rückblickend würde ich sagen, dass das 200km Brevet dieser Serie um den Gardasee, bisher die schönste und empfehlenswerteste Veranstaltung ist. Ende Mai fehlt zur Komplettierung dieser Brevetserie aus Verona noch das sechshunderter Brevet, welches großräumig über Cortina die Dolomiten streift und über die Eurovelo Fernradroute Nr 8 entlang der A22 wieder zurück nach Verona führt. Anschließend ist die Qualifizierung für Paris-Brest-Paris, welches im August stattfindet, geschaft und es beginnen mit Juni endlich meine geliebten Brevets im Hochgebirge Norditaliens.